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Stationärer O2-Konzentrator :: O2-Druckflaschen :: Flüssig-O2 :: Transportable O2-Konzentratoren
 
Im Krankenhaus werden Patienten meist über eine Ringleitung mit Sauerstoff versorgt. Wie aber wird die Versorgung zu Hause sichergestellt?

Im häuslichen Umfeld, dem sog. Homecare-Bereich, können verschiedene Sauerstoffgeräte zum Einsatz kommen. Ziel einer Langzeittherapie ist es, durch die Zufuhr von zusätzlichem Sauerstoff den Sauerstoffgehalt des Blutes anzureichern. Damit wird eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität angestrebt. Die Lebenserwartung wird verlängert. Die Anwendung erfolgt meist über eine Sauerstoffbrille vom jeweiligen Sauerstoffsystem bis zur Nase des Patienten. In seltenen Fällen werden Trachealkatheter verwendet. Die Länge des Sauerstoffschlauches kann dabei bis zu 20 m betragen. Da der Sauerstoff im Blut nur für kurze Zeit speicherbar ist, wird eine Sauerstoffzufuhr von mindestens 16 Stunden am Tag empfohlen, um eine ausreichende Sättigung des Blutes und damit eine Entlastung des Herzens zu erreichen.

Die lange Behandlungsdauer macht deutlich, wie wichtig die Wahl eines geeigneten Sauerstoffversorgungssystems ist. Wir stellen Ihnen die vier Sauerstoffsysteme vor, die für die Durchführung einer Sauerstofflangzeittherapie in Frage kommen:
 
Stationärer Sauerstoffkonzentrator Zum Seitenanfang
 

Herkömmliche Sauerstoffkonzentratoren scheiden durch das Ansaugen von Luft über einen Kompressor den Stickstoff vom Sauerstoff ab. Es handelt sich um das preiswerteste Sauerstoffsystem. Es arbeitet zuverlässig und ist prinzipiell nur für den häuslichen Einsatz geeignet. Die Apparate sind großvolumig und schwer (19,5-30 kg).

Zum Betrieb müssen Konzentratoren an das Stromnetz angeschlossen sein (Leistungsaufnahme 300 - 450 W). Die Lärmbelästigung ist u. U. beträchtlich, wobei die Geräuschangaben der Vertreiber [z. B. 48 dB (A)] vom Nutzer hinsichtlich des Klangbildes (konstant oder anschwellend, Sprudeln des Befeuchters u. s. w.) überprüft werden sollten.

Der Wartungsaufwand ist überschaubar. Neben dem Sprudelbefeuchter und den Sauerstoffbrillen können Staubfilter und Bakterienfilter zumeist vom Anwender gewechselt werden.

 
Sauerstoffdruckflaschen Zum Seitenanfang
 
Kleine Sauerstoffflaschen werden meist als mobile Ergänzung zu einer Versorgung mit häuslichem Konzentrator genehmigt. Zum Transport erhält der Anwender eine Rückentragehilfe oder einen Rollwagen.

Die Flaschen können ein Volumen von 0,8 - 2 l gasförmigen Sauerstoffs aufnehmen. Je nach Material schwankt das Gewicht zwischen 2 und 4 kg. Die Haltbarkeit einer Flasche ist je nach eingestelltem Sauerstofffluß auf 2 bis 6 Stunden begrenzt. Mit Hilfe eines Sparventils bzw. Demandsystems kann die Nutzungsdauer auf 15 Stunden verlängert werden. Dabei strömt der Sauerstoff nicht kontinuierlich aus der Flasche. Der Anwender erhält am Beginn einer jeden Einatmung einen Impuls, der eingestellt werden kann und dem vom Lungenfacharzt bestimmten kontinuierlichen Flow entspricht.

Der Vorrat in der Sauerstoffflasche bestimmt den Bewegungsspielraum des Anwenders.Längere Ausflüge machen das Mitführen mehrerer Sauerstoffflaschen erforderlich. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden wegen der im Zeitraum nicht unerheblichen Kosten i. d. R. nur die Nachfüllkosten für 2-4 Flaschen je Monat übernommen.

Die Beschaffung erfolgt unproblematisch. Meist werden vom regionalen Fachhändler 2 gefüllte Flaschen gegen 2 leere ausgetauscht.
 
Flüssigsauerstoff (LOX) Zum Seitenanfang
 
Hierfür wird häufig die Abkürzung LOX verwendet, was für den englischen Begriff „liquid oxygen“ steht. Die Basis für Flüssig-Sauerstoff-Systeme stellt ein häusliches Standgerät als Reservoir dar. Aus diesem Vorratsbehälter im Haus kann der Patient einen transportablen Behälter für unterwegs selbst abfüllen. Im Gegensatz zur Druckgasflasche besteht nicht mehr die Notwendigkeit, den Behälter für unterwegs vom Fachhändler austauschen zu lassen.

Der mobile Behälter hat ein Gewicht von 2-4 kg. Er kann mit einem Rollwagen oder einer Rückentragehilfe transportiert werden. Je nach eingestelltem Fluß reicht dieser bis zu 6 Stunden. Mit einem Sparsystem, das den Sauerstoff nur bei der Einatmung abgibt, kann die Nutzungsdauer vergrößert werden.

Erwähnenswert ist, daß der Sauerstoff systembedingt auch ohne Abnahme entweicht. Das bedeutet, daß der tragbare Behälter nach 24 Stunden leer ist, obwohl kein Sauerstoff abgenommen wurde.

Flüssigsauerstoffsysteme sind im häuslichen Umfeld eine sehr komfortable Versorgungsvariante. Innerhalb der Reichweite des tragbaren Behälters ermöglichen sie ihrem Anwender eine hinreichende Mobilität.

Etwa im Rhythmus von 1-3 Wochen kommt ein Tankfahrzeug beim Anwender zu Hause vorbei, um das stationäre Reservoir aufzufüllen. Das dauert ca. eine halbe Stunde. Unter Kostengesichtspunkten handelt es sich um die teuerste Versorgung.
 
Transportable Sauerstoffkonzentratoren Zum Seitenanfang
 
Der transportable Sauerstoffkonzentrator ist in einen kleinen Koffer eingebettet, der handgepäcktaugliche Abmessungen für das Flugzeug besitzt. Er ist mit Rollen und Zuggriff ausgestattet und für einen dauerhaften Einsatz geeignet. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Konzentratoren ist, daß er unproblematisch an verschiedenen Orten eingesetzt werden kann. Er ist mit Rollen und Zuggriff ausgestattet. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Konzentratoren ist, daß er unproblematisch an verschiedenen Orten eingesetzt werden kann.

Die geringe Stromaufnahme macht es sogar möglich, den transportablen Sauerstoffkonzentrator im Auto über einen Spannungsumwandler (12 V DC / 230 V AC) (siehe Bild rechts) zu betreiben. Das ist ein entscheidender Mobilitätsvorteil gegenüber allen anderen Systemen. Der Patient ist in seinem Bewegungsspielraum nicht mehr eingeschränkt.

Auf zusätzliche Sauerstoffflaschen kann u. U. verzichtet werden. Der Bedarf an Flaschensauerstoff wird gegenüber der traditionellen Doppelversorgung mit stationärem Konzentrator und Sauerstoffflaschen zumindest halbiert. Er beschränkt sich auf solche Situationen, in denen Sauerstoff unter Belastung ohne verfügbare Stromquelle bereitgestellt werden muß.

Weiterhin gibt es Sauerstoffkonzentratoren, die auf 12 V-Basis arbeiten. Damit lassen sie sich im Auto über den Zigarettenanzünder oder über einen Akku (max. 50 min) betreiben.

Ihre Kompressoren arbeiten mit Kohlebürstenmotoren, welche eine geringe Lebensdauer aufweisen. Ein schneller Verschleiß (Laufzeit max. 3.000 h) ist die Folge.

Derzeit ist ein tragbarer Sauerstoffkonzentrator (Bild rechts) in den Schlagzeilen. Er arbeitet ausschließlich im Sparmodus (Sauerstoffimpuls bei der Einatmung). D. h., daß Probleme während der Nacht wahrscheinlich sind. Die Einstellstufen (1 bis 5) sollten keinesfalls mit einem kontinuierlichen Fluß gleichgesetzt werden. Der 5 kg leichte Konzentrator ist recht laut (52 dB). Erfahrungen von Anwendern zeigen, daß während des Startvorganges des Pkw mitunter die internen Feinsicherungen des Konzentrators durchbrennen. Dank amerikanischer Hochglanzbroschüren vermarktet er sich trotz seines erheblichen Preises gut. Er eignet sich aber lediglich für einen kurzfristigen Einsatz unterwegs und stellt am ehesten einen Ersatz für Druckgasflaschen dar, da er den logistischen Aufwand des Nachfüllens vermeidet.

 
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